Die Gewürzzeremonie: Gewürze kommen zuerst in die heiße Pfanne – ohne Fett, nur mit Liebe. Röste sie vorsichtig an, bis ihre Düfte den Raum erfüllen. Dann raus damit und ab in den Mörser. Dort dürfen sie sich vermahlen lassen, bis ein feines Pulver entstanden ist, das fast schon Magie ist.
Das aromatische Dreigespann: In der gleichen Pfanne (nachhaltig, wie wir sind) einen kleinen Schluck Olivenöl erhitzen. Zwiebel und Knoblauch fein hacken, den Apfel grob raspeln – und alles gemeinsam bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Es darf duften, aber nicht bräunen. Wenn es zart weich ist, ist es bereit für den nächsten Schritt.
Tofu und Bohnen – die Basis: Räuchertofu in Stücke brechen, die Kidneybohnen abspülen und abtropfen lassen. Beides kommt direkt in den Mixer oder Food Processor.
Alles vereinen: Jetzt kommen auch das Zwiebel-Knoblauch-Apfel-Trio, die gemahlenen Gewürze, ein Spritzer Apfelessig, eine Prise Salz und frisch gemahlener Pfeffer mit dazu. Dann alles mixen, bis eine streichfähige, aber noch leicht stückige Masse entsteht. Die Konsistenz darf ruhig ein wenig rustikal sein – wie das Leben selbst.
Abschmecken, abfüllen, aufatmen: Noch einmal kosten: Braucht es noch einen Hauch Säure? Ein bisschen mehr Pfeffer? Dann ab damit in ein sauberes, heiß ausgewaschenes oder sterilisiertes Bügelglas. Die Lebenswurst hält sich darin 4–5 Tage im Kühlschrank – falls sie nicht schon vorher verputzt ist.