Ein neues Gartenjahr klopft an – und ich spüre diese leise, kribbelnde Vorfreude, die man nur kennt, wenn bald wieder Erde unter den Fingernägeln steckt. Für 2026 habe ich mir vorgenommen, weniger Sorten auszusäen und dafür mehr zu experimentieren: genauer hinzuschauen, besser zuzuhören und den Garten selbst zum Lehrmeister zu machen.
In diesem Blog teile ich meinen aktuellen Anbauplan mit euch. Er ist nicht in Stein gemeißelt, sondern wächst und verändert sich mit jeder neuen Erkenntnis – so wie der Garten selbst. Vielleicht findet ihr darin Anregungen, vielleicht auch Bestätigung für eigene Erfahrungen. In den Kommentaren freue ich mich sehr auf eure Gedanken, Ideen und Beobachtungen. Auf ein grünes Gartenjahr 2026: lebendige Beete, neugierige Hände und viele kleine Lernmomente zwischen Saat und Ernte. 🌱
Sven`s Anbauplan 2026

Dieser Anbauplan ist speziell auf meinen Garten abgestimmt. Natürlich lässt er sich nicht eins zu eins auf andere Gärten, Balkone oder individuelle Bedürfnisse übertragen, aber er zeigt gut, welche Folgekulturen sich bewährt haben. Mit diesem Plan und diesen Kombinationen habe ich sehr gute Ergebnisse erzielt und weiß inzwischen auch, dass die Kulturen direkt nebeneinander im Beet gut funktionieren.
Vielleicht könnt ihr daraus etwas für euren eigenen Garten mitnehmen. Ich halte einen Anbauplan für sehr wichtig, auch wenn ich ihn nicht dogmatisch befolge und zwischendurch immer wieder anpasse. Gärtnern bleibt eben ein ständiges Trial-and-Error — aber eine grobe Jahresstruktur hilft enorm.
Beet 1 – Zone 1
Vorkultur – Dicke Bohnen (Ackerbohnen)
Die Dicken Bohnen werden witterungsabhängig ab Ende Februar direkt ins Beet gesät. Der Pflanzabstand beträgt etwa 60 cm zwischen den Reihen und 10 cm zwischen den Pflanzen. Der Boden wird vorab nur leicht gelockert, auf eine Tiefenbearbeitung verzichte ich bewusst bei allen Betten. Reife Komposterde wird oberflächlich eingearbeitet und anschließend mit Kompost oder Laubkompost gemulcht. Dicke Bohnen sind ideale Starterpflanzen im Garten. Sie sind kälteresistent, beschatten früh den Boden und binden mithilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff. Dadurch verbessern sie die Bodenstruktur nachhaltig und schaffen beste Voraussetzungen für die nachfolgende Kultur.
Folgekultur – Rosenkohl
Der Rosenkohl wird ab April in größeren Multitopfplatten vorgezogen und wächst zunächst im Gewächshaus oder an einem geschützten Platz heran. Nach der Abernte der Dicken Bohnen, etwa im August, werden die Jungpflanzen ins Beet gesetzt. Mit einem Pflanzabstand von rund 60 × 60 cm bekommen sie ausreichend Luft und Raum, um stabile, kräftige Pflanzen auszubilden.
Vor der Pflanzung bleiben die Wurzeln der Dicken Bohnen bewusst im Boden, da sie als natürliche Stickstoffquelle dienen. Die Oberfläche wird lediglich leicht gelockert, anschließend werden Kompost und bei Bedarf etwas Pflanzenkohle eingearbeitet. Als Begleitpflanzen haben sich Ringelblume oder Dill bewährt, die zwischen den Rosenkohlpflanzen gesetzt werden und helfen, Kohlfliegen fernzuhalten.
Der Rosenkohl bleibt über den Winter bis ins Frühjahr im Beet stehen. Ab November wird eine dicke Mulchschicht aus Laub, gehäckselten Stauden oder Stroh aufgebracht. Sie schützt die Pflanzen vor starkem Frost, fördert das Bodenleben und unterstützt den Humusaufbau. Gleichzeitig werden die Nährstoffe langsam und gleichmäßig freigesetzt. Geerntet wird fortlaufend nach Bedarf – oft entwickelt Rosenkohl nach den ersten Frösten sogar ein besonders feines, leicht süßliches Aroma.
Beet 1 – Zone 2
Vorkultur – Knoblauch
Der Knoblauch wird im Oktober in einen lockeren, humosen Boden gepflanzt. Der Pflanzabstand beträgt etwa 10 cm in der Reihe bei 20 bis 25 cm Reihenabstand. Staunässe wird vermieden, stattdessen wird der Boden nur oberflächlich gelockert und mit reifem Kompost gemulcht. Knoblauch ist ein genügsamer und zugleich strukturierender Winterbewohner: Er hält das Beet über viele Monate besetzt, schützt den Boden vor Auswaschung und sorgt dafür, dass die Erde locker und gut vorbereitet in die nächste Gartensaison geht.
Folgekultur – Rote Bete
Die Rote Bete wird ab Juni oder Juli ausgesät, wobei die Direktsaat bevorzugt wird. Alternativ ist auch eine Voranzucht in Quickpots möglich. Gepflanzt wird nach der Ernte des Knoblauchs. Die Knoblauchwurzeln bleiben dabei möglichst im Boden, da sie zur Bodenverbesserung beitragen. Vor der Pflanzung wird die Oberfläche nur leicht gelockert und bei Bedarf etwas Kompost eingearbeitet. Der Pflanzabstand beträgt – je nach Sorte – etwa 30 cm zwischen den Reihen und 10 cm in der Reihe.
Die Rote Bete bleibt bis in den Winter im Beet stehen. Ab November wird eine Mulchschicht aus Laub oder gehäckselten Pflanzenresten aufgebracht. Sie schützt die Knollen vor Frost, verbessert das Bodenleben und hilft, die Bodenfeuchte zu erhalten. Ein Teil der Roten Bete kann laufend frisch geerntet werden, andere Knollen überstehen – gut gemulcht – milde Winter problemlos direkt im Beet.
Beet 1 – Zone 3
Vorkultur – Rote Bete (früh)
Die Rote Bete wird ab März in Multitopfplatten im Gewächshaus vorgezogen. Nach den Eisheiligen werden die Jungpflanzen ins Beet gesetzt. Der Pflanzabstand liegt bei etwa 10 cm in der Reihe und 5 bis 8 cm zwischen den Pflanzen. Der Boden wird locker und krümelig gehalten und mit reifem Kompost gemulcht. Die frühe Rote Bete nutzt die noch kühle Frühjahrsphase optimal, wächst zügig heran und bereitet mit ihrer feinen Durchwurzelung den Boden gut für die folgende Kultur vor.
Folgekultur – Chinakohl
Der Chinakohl wird ab Juni oder Juli in Quickpots vorgezogen. Die Anzucht erfolgt im Gewächshaus oder wenn es zu heiß ist, an einem geschützten Platz. Nach der Ernte der Roten Bete werden die Jungpflanzen ins Beet gesetzt. Eine zu frühe Aussaat muss unbedingt vermieden werden, da Chinakohl sonst schnell zum Schossen neigt. Mit einem Pflanzabstand von etwa 40 × 40 cm erhalten die Pflanzen ausreichend Raum für eine gleichmäßige Entwicklung. Vor der Pflanzung wird der Boden nur oberflächlich gelockert und bei Bedarf Kompost eingearbeitet. Eine gleichmäßige Wasserversorgung ist wichtig, um ein stressfreies Wachstum zu gewährleisten.
Weitere Folgekultur – Radieschen
Nach der Ernte des Chinakohls werden Ende September Radieschen direkt ins Beet gesät. Der Pflanzabstand beträgt in der Reihe etwa 2 bis 3 cm bei einem Reihenabstand von 10 bis 15 cm. Der Boden wird locker gehalten und bewusst nicht gemulcht, da Radieschen einen offenen Boden bevorzugen. Sie schließen die Saison schnell und unkompliziert ab und sorgen dafür, dass das Beet nicht unbedeckt in den Winter geht.
Beet 2 – Zone 1
Vorkultur – Erbsen
Die Erbsen werden ab Ende Februar direkt ins Beet gesät. Der Pflanzabstand beträgt in der Reihe etwa 5 bis 7 cm bei einem Reihenabstand von 20 bis 25 cm. Sie bevorzugen einen lockeren, humosen und gut drainierten Boden. Auf Umgraben wird verzichtet, stattdessen wird der Boden mit Kompost gemulcht. Eine Rankhilfe aus Stangen oder Netzen wird rechtzeitig vorbereitet, damit die Pflanzen von Beginn an stabil wachsen können.
Folgekultur – Palmkohl (Cavolo Nero)
Der Palmkohl wird ab April in Quickpots vorgezogen und wächst zunächst im Gewächshaus oder an einem geschützten Platz heran. Nach der Ernte der Erbsen werden die Jungpflanzen ins Beet gesetzt. Mit einem Pflanzabstand von etwa 40 × 30 cm erhalten sie ausreichend Raum für eine kräftige Entwicklung. Der Boden wird locker und humos gehalten, mit Kompost gemulcht und die Oberfläche bei Bedarf leicht gelockert.
Der Palmkohl bleibt bis ins Frühjahr im Beet stehen. Ab November wird eine Mulchschicht aus Laub aufgebracht, die die Pflanzen vor Frost schützt und zugleich das Bodenleben fördert. Ab Mai des Folgejahres bilden sich Blütenstände. Die jungen Blüten sind essbar und gelten als besondere Delikatesse – ein stiller Bonus am Ende eines langen, geduldigen Gartenjahres.
Beet 2 – Zone 2
Vorkultur – Spitzkohl
Der Spitzkohl wird Anfang Januar in Quickpots vorgezogen, zum Beispiel in der Garage. Ab Mitte Februar werden die Jungpflanzen ins Gewächshaus umgesetzt. Gepflanzt wird mit einem Abstand von etwa 40 × 30 cm in einen lockeren, humosen Boden. Auf Umgraben wird verzichtet, stattdessen wird mit Kompost gemulcht. Die Ernte erfolgt rund 65 Tage nach dem Auspflanzen.
Folgekultur – Chinakohl
Der Chinakohl wird ab Juli oder August in Quickpots vorgezogen. Nach der Ernte des Spitzkohls werden die Jungpflanzen ins Beet gesetzt. Mit einem Pflanzabstand von etwa 40 × 30 cm erhalten sie ausreichend Raum für eine gleichmäßige Entwicklung. Der Boden wird locker und humos gehalten und mit Kompost gemulcht. Eine zu frühe Aussaat wird vermieden, da Chinakohl sonst schnell zum Schossen neigt.
Weitere Folgekultur – Feldsalat
Nach der Ernte des Chinakohls wird der Feldsalat direkt ins Beet gesät, etwa Ende September oder Anfang Oktober. Der Pflanzabstand beträgt rund 10 × 10 cm in der Reihe. Der Boden wird mit Kompost gemulcht; eine feine, krümelige Bodenstruktur begünstigt die Keimung.
Beet 2 – Zone 3
Vorkultur / Hauptkultur – Lauch
Der Lauch wird Anfang Januar in Quickpots vorgezogen, zum Beispiel in der Garage, und ab Mitte Februar ins Gewächshaus umgesetzt. Gepflanzt wird mit einem Abstand von etwa 10 cm in der Reihe bei 20 cm Reihenabstand. Vor der Pflanzung wird der Boden mit Kompost gemulcht und gut vorbereitet, sodass er locker und durchlässig ist. Der Lauch bleibt im Beet stehen, bis er geerntet wird. Je nach Witterung kann er bis in den Winter hinein stehen bleiben, in meinem Garten reicht die Standzeit in der Regel bis etwa September.
Weitere Folgekultur – Feldsalat
Nach der Ernte des Lauchs wird der Feldsalat direkt ins Beet gesät, etwa Ende September oder Anfang Oktober. Der Pflanzabstand beträgt rund 10 × 10 cm in der Reihe. Der Boden wird mit Kompost gemulcht; eine feine, krümelige Bodenstruktur begünstigt die Keimung.
Beet 3 – Zone 1
Vorkultur – Möhren
Die Möhren werden witterungsabhängig ab Ende März oder Anfang April direkt ins Beet gesät. Sie bevorzugen einen sandigen, lockeren und gut drainierten Boden. Der Reihenabstand beträgt etwa 20 bis 25 cm. Nach der Aussaat wird das Saatgut gut angedrückt und leicht mit Kompost gemulcht, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten.
Die Möhren bleiben im Beet stehen, bis sie geerntet werden. Je nach Witterung können sie bis in den Winter hinein im Boden bleiben; in meinem Garten sind sie in der Regel bis etwa September abgeerntet.
Folgekultur – Asia-Salate
Nach der Ernte der Möhren werden die Asia-Salate direkt ins Beet gesät. Der Pflanzabstand beträgt etwa 15 × 15 cm bei einem Reihenabstand von rund 20 cm. Der Boden wird locker gehalten und leicht mit Kompost gemulcht. Regelmäßiges Gießen sowie das Entfernen von Unkraut fördern ein gleichmäßiges Wachstum. Die Asia-Salate eignen sich gut für die Ernte im Herbst und über den Winter hinweg.
Beet 3 – Zone 2
Vorkultur – Zwiebeln
Die Zwiebeln werden als Steckzwiebeln bereits im November in 54er Quickpots gesetzt. Über den Winter stehen sie im Gewächshaus, bei sehr starkem Frost werden sie vorübergehend in die Garage gestellt. Während der Überwinterung bilden die Zwiebeln bereits Wurzeln, und erste grüne Blatttriebe entwickeln sich frühzeitig. So gehen die Pflanzen gut etabliert in die kommende Saison.
Ab den Eisheiligen werden die vorgezogenen Zwiebeln ins Beet gesetzt. Der Pflanzabstand beträgt etwa 5 bis 7 cm zwischen den Pflanzen bei einem Reihenabstand von 20 bis 25 cm. Der Boden wird mit Kompost gemulcht. Zwiebeln stehen gern in guter Nachbarschaft zu Möhren, da sich beide Kulturen gegenseitig beim Schutz vor Schädlingen unterstützen.
Weitere Folgekultur – Asia-Salate
Nach der Ernte der Zwiebeln werden die Asia-Salate direkt ins Beet gesät. Der Pflanzabstand beträgt etwa 15 × 15 cm bei einem Reihenabstand von rund 20 cm. Der Boden wird locker gehalten und leicht mit Kompost gemulcht. Regelmäßiges Gießen sowie das Entfernen von Unkraut fördern ein gleichmäßiges Wachstum. Die Asia-Salate eignen sich gut für die Ernte im Herbst und über den Winter hinweg.
Beet 4 – Zone 1
Vorkultur – Salate
Die Salate werden ab Mitte Februar in Quickpots im Gewächshaus vorgezogen. Nach den Eisheiligen werden die Jungpflanzen ins Beet gesetzt. Der Pflanzabstand beträgt etwa 20 × 20 cm bei einem Reihenabstand von rund 25 cm. Der Boden wird locker, sauber und bewusst nährstoffarm gehalten, damit die Salate zart wachsen und nicht zu schnell in die Länge gehen.
Die Salate können fortlaufend weitergezogen und regelmäßig beerntet werden. Gleichmäßiges Gießen sorgt dafür, dass die Blätter zart bleiben. In den Sommermonaten gehen einige Sorten in Blüte; schossfeste Sorten eignen sich daher besonders gut für den Anbau in der warmen Jahreszeit.
Beet 4 – Zone 2
Vorkultur / Hauptkultur- Pastinaken
Die Pastinaken werden witterungsabhängig ab Ende März oder Anfang April direkt ins Beet gesät. Sie bevorzugen einen lockeren, humosen und tiefgründigen Boden. Der Reihenabstand beträgt etwa 25 cm. Nach der Aussaat wird das Saatgut gut angedrückt und leicht mit Kompost gemulcht, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Während der Kultur wird der Boden locker gehalten und regelmäßig gegossen, damit sich die Wurzeln gleichmäßig entwickeln können.
Die Ernte der Pastinaken ist ab Juli bis in den September hinein möglich. Bei Bedarf können die Wurzeln auch länger im Beet stehen bleiben. Ab November wird das Beet mit Laub gemulcht, um die Pastinaken zu schützen und den Boden über den Winter zu schonen.
Folgekultur – Gründüngung – Saatwicke
Nach der Ernte der Pastinaken wird die Gründüngung direkt ins Beet gesät. Der Boden wird dabei locker gehalten und bewusst nicht umgegraben. Die Gründüngung verbessert die Bodenstruktur, reichert den Boden mit Stickstoff an, schützt ihn über den Winter und fördert aktiv das Bodenleben.
Beet 4 – Zone 3
Vorkultur – Knollenfenchel
Ich ziehe Knollenfenchel ab Februar im Haus vor. Die optimale Keimtemperatur für meine Anzucht liegt bei 20–22 °C. Nach dem Keimen setze ich die kleinen Pflänzchen ins Gewächshaus um. Dort lasse ich sie aber nicht zu lange stehen, sondern bringe sie relativ zügig in die Erde, sobald sie kräftig genug sind. Bereits im März kann ich die Jungpflanzen ins Beet pflanzen. Dabei achte ich darauf, die Wurzel beim Pflanzen nicht zu verletzen, weil Fenchel darauf empfindlich reagiert. (Für den Anbau in der zweiten Jahreshälfte ziehe ich den Fenchel ab Mitte Juni – nach der Sommersonnenwende – im Gewächshaus vor und setze ihn ab August ins Beet.) Ich halte einen Pflanzabstand von etwa 30 × 30 cm ein, bei einem Reihenabstand von rund 35 cm. Den Boden mulche ich mit Kompost.
Ich wähle am besten eine schossfeste Sorte und gieße gleichmäßig, weil Fenchel bei Trockenstress schnell zum Schossen neigt.
Folgekultur – Winterlauch
Der Winterlauch wird ab April in Quickpots vorgezogen. Ab Juli werden die Jungpflanzen ins Beet gesetzt. Der Pflanzabstand beträgt etwa 10 cm in der Reihe bei einem Reihenabstand von rund 20 cm. Der Boden wird mit Kompost gemulcht, um ein gleichmäßiges Wachstum zu unterstützen.
Der Winterlauch bleibt im Beet stehen, bis er geerntet wird. Je nach Witterung kann er bis in den Winter hinein stehen bleiben. Regelmäßiges Gießen unterstützt ein gleichmäßiges Wachstum. Ab November wird das Beet mit Laub gemulcht, um die Pflanzen vor Frost zu schützen und den Boden zu schonen.
Beet 5 – Zone 1
Vorkultur – Erdbeeren
Die Erdbeeren der Sorte ›Mara des Bois‹ werden bereits im Oktober des Vorjahres ins Beet gepflanzt. Der Pflanzabstand beträgt etwa 30 × 30 cm bei einem Reihenabstand von rund 60 cm. Der Boden wird mit Kompost gemulcht. Die Sorte trägt häufig schon im Sommer und bildet nach der Hauptfrucht bis in den Herbst hinein immer wieder neue Früchte.
Folgekultur – Knoblauch
Nach der letzten Erdbeerernte, etwa Ende Oktober, wird der Knoblauch ins Beet gepflanzt. Vorhandene Ableger der Erdbeerpflanzen werden entfernt und bei Bedarf in Quickpots gesetzt. Der Pflanzabstand beträgt etwa 10 cm in der Reihe bei 20 bis 25 cm Reihenabstand. Der Boden wird mit Kompost gemulcht.
Beet 5 – Zone 2
Vorkultur – Zucchini
Die Zucchini wird ab Ende März in Töpfen vorgezogen. Nach den Eisheiligen wird die Jungpflanze ins Beet gesetzt, eine Pflanze pro Jahr ist in der Regel ausreichend. Um Platz zu sparen, wird die Zucchini an einem stabilen Pfahl hochgeleitet und eintriebig gezogen, wobei nur der Haupttrieb belassen wird. Seitentriebe können bei Bedarf ausgebrochen werden. Regelmäßiges Ernten fördert eine kontinuierliche Fruchtbildung. Der Boden wird mit Kompost gemulcht und zusätzlich mit Pferdemist gedüngt, um den hohen Nährstoffbedarf der Pflanze zu decken.
Folgekultur – Spinat
Nach der Ernte der Zucchini wird der Spinat witterungsabhängig etwa Ende Juli oder Anfang August direkt ins Beet gesät. Der Reihenabstand beträgt rund 20 bis 25 cm, in der Reihe liegt der Abstand bei etwa 5 bis 10 cm. Spinat bevorzugt einen lockeren, humosen und gut drainierten Boden, der leicht mit Kompost gemulcht wird. Regelmäßiges Gießen und das Entfernen von Unkraut unterstützen ein gleichmäßiges Wachstum. Der Spinat eignet sich gut für die Ernte im Herbst und Spätherbst und kann bis zum ersten Frost im Beet bleiben.
Beet 5 – Zone 3
Vorkultur – Mangold
Der Mangold wird ab März in Quickpots im Gewächshaus vorgezogen. Drei Pflanzen sind in der Regel ausreichend. Nach den Eisheiligen werden die Jungpflanzen ins Beet gesetzt, mit einem Pflanzabstand von etwa 30 × 30 cm. Der Boden wird locker und humos gehalten, mit Kompost gemulcht und regelmäßig gegossen. Unkraut wird entfernt, um den Pflanzen ausreichend Raum und Nährstoffe zu sichern.
Der Mangold bleibt im Beet stehen und kann über lange Zeit blattweise geerntet werden. Regelmäßiges Gießen sowie ein locker und humos gehaltener Boden unterstützen ein gleichmäßiges Wachstum. Bei Bedarf wird leicht gemulcht, um die Feuchtigkeit im Boden zu speichern. Mangold ist sehr robust gegenüber Hitze und kann bis zum ersten Frost genutzt werden.
Der Mangold bleibt bis in den Winter im Beet stehen. Ab Herbst wird mit Laub gemulcht, um die Pflanzen zu schützen und den Boden lebendig zu halten. Regelmäßiges Gießen, besonders bei trockener Witterung, sowie das Entfernen von Unkraut unterstützen die Kultur bis in die kalte Jahreszeit hinein.
Beet 6 – Zone 1
Vorkultur – Stangenbohnen
Die Stangenbohnen werden ab Mitte Mai direkt ins Beet gesät, nach den Eisheiligen und sobald keine Spätfröste mehr zu erwarten sind. Die Pflanzen werden an Tipis, Rankgerüsten oder Stangen hochgeleitet. Der vertikale Anbau spart Platz und sorgt zugleich für eine gute Luftzirkulation.
Die Stangenbohnen bleiben bis in den Oktober hinein im Beet stehen. Durch regelmäßiges Ernten wird die Bildung neuer Hülsen angeregt. Der Boden wird gleichmäßig feucht gehalten. Nach der letzten Ernte oder bei einsetzendem Frost werden die Pflanzen aus dem Beet entfernt.
Weitere Folgekultur – Sprossenbrokkoli
Der Sprossenbrokkoli wird ab Juli oder August in Quickpots für die Winterkultur vorgezogen. Nach der Ernte der Stangenbohnen werden die Jungpflanzen ins Beet gesetzt. Der Pflanzabstand beträgt etwa 40 × 30 cm bei einem Reihenabstand von rund 50 cm. Der Boden wird locker gehalten und mit Kompost gemulcht. Die Pflanzen bleiben über den Winter im Beet stehen.
Beet 6 – Zone 2
Vorkultur – Blumenkohl (früh)
Der Blumenkohl wird ab Februar im Gewächshaus in Quickpots vorgezogen. Nach den Eisheiligen werden die Jungpflanzen ins Beet gesetzt. Der Pflanzabstand beträgt etwa 50 × 50 cm bei einem Reihenabstand von rund 60 cm. Der Boden wird locker und humos gehalten und mit Kompost gemulcht. Regelmäßiges Gießen ist wichtig, insbesondere während der Knollenbildung, um ein gleichmäßiges Wachstum zu gewährleisten.
Folgekultur – Stangenbohnen
Nach der Ernte des Blumenkohls werden die Stangenbohnen ab Mitte Juni direkt ins Beet gesät. Die Pflanzen werden an Tipis, Rankgerüsten oder Stangen hochgeleitet. Dabei wird auf eine gute Luftzirkulation geachtet, um gesundes Wachstum zu fördern.
Weitere Folgekultur – Kohlrabi
Der Kohlrabi wird ab Juni in Quickpots vorgezogen. Direkt nach der Ernte der Stangenbohnen werden die Jungpflanzen ins Beet gesetzt. Der Pflanzabstand beträgt etwa 30 × 30 cm. Der Boden wird locker gehalten und gleichmäßig feucht versorgt, Staunässe wird vermieden. Auf zu starke Düngung wird verzichtet, da sonst viel Blattmasse und nur kleine Knollen entstehen. Geerntet wird regelmäßig, solange die Knollen noch zart sind.
Beet 6 – Zone 3
Vorkultur – Rotkohl
Rotkohl ziehe ich ab März in Quickpots im Gewächshaus vor. Die Samen keimen bei Temperaturen von etwa 15–20 °C und laufen je nach Witterung nach ungefähr 7–10 Tagen auf. Während der Anzucht achte ich auf einen hellen Standort und gleichmäßige Wasserversorgung, damit die Jungpflanzen kräftig und kompakt bleiben.
Nach den Eisheiligen setze ich die Jungpflanzen ins Beet. Der Pflanzabstand beträgt etwa 60 × 60 cm, damit sich die Köpfe gut entwickeln können. Vor dem Pflanzen bereite ich den Boden gründlich vor, arbeite reifen Kompost ein und mulche die Fläche anschließend mit Kompost. Die Mulchschicht hält die Feuchtigkeit im Boden, verbessert die Bodenstruktur und unterdrückt gleichzeitig das Aufkommen von Unkraut.
Besonders während der Kopfbildung ist mir eine gleichmäßige Wasserversorgung wichtig, da Rotkohl empfindlich auf Trockenstress reagiert. Unregelmäßiges Gießen kann dazu führen, dass die Köpfe später aufplatzen. Bei Bedarf dünge ich zwischendurch mit Kompost oder einem organischen Dünger nach.
Geerntet wird der Rotkohl je nach Sorte ab September. Die Köpfe können bis in den Winter hinein im Beet stehen bleiben und werden bei Bedarf frisch geerntet. Bei beginnendem Frost schütze ich die Pflanzen mit Vlies oder einer Schicht aus Laub, sodass ich auch in der kalten Jahreszeit noch ernten kann.
Mistbeet – Zone 1
Vorkultur – Pflücksalat
Pflücksalat säe ich ab Mitte Februar direkt ins abgedeckte Mistbeet. Die Samen keimen bereits bei Temperaturen ab etwa 5 °C, optimal sind 10–15 °C, und laufen je nach Witterung nach etwa 7–14 Tagen auf.
Je nach Wachstum ist die erste Ernte nach etwa vier bis sechs Wochen möglich. Ich ernte regelmäßig einzelne Blätter oder schneide die Pflanzen vorsichtig zurück, sodass der Salat zuverlässig nachwächst. Wichtig ist mir eine gleichmäßige Wasserversorgung, Staunässe vermeide ich jedoch konsequent.
Geerntet wird bis zum Schossen, meist ab Mai oder Juni, abhängig von Sorte und Temperatur. Bei steigenden Temperaturen schattiere ich den Salat, um die Blütenbildung hinauszuzögern und die Erntezeit zu verlängern.
Folgekultur – Kürbis
Der Kürbis wird ab April im Topf vorgezogen, wobei zwei Pflanzen in der Regel ausreichend sind. Ab Mai werden die Jungpflanzen nach der Ernte des Pflücksalats ins Beet gesetzt. Der Pflanzabstand beträgt etwa 1 bis 1,5 Meter. Kürbisse sind sehr nährstoffhungrig, daher wird der Boden vor der Pflanzung gut mit reifem Kompost oder Mist versorgt und anschließend gemulcht. Um das Beet nicht zu überwuchern, werden die Pflanzen an den Rand gesetzt und die Ranken nach unten wachsen gelassen. Regelmäßiges Gießen ist besonders während der Fruchtbildung wichtig. Reife Früchte werden ab September geerntet, spätestens jedoch vor dem ersten Frost.
Mistbeet – Zone 2
Vorkultur – Frühlingszwiebeln
Die Frühlingszwiebeln werden ab Mitte Februar direkt ins abgedeckte Mistbeet gesät. Bis zu den wärmeren Nächten bleibt das Mistbeet geschlossen, um die jungen Pflanzen vor Kälte zu schützen. Der Boden wird mit Kompost gemulcht und regelmäßig gegossen. Mit der Düngung wird sparsam umgegangen, da sonst vor allem Blattmasse auf Kosten der Zwiebelbildung entsteht. Die erste Ernte ist möglich, sobald die Zwiebeln ausreichend dick sind, meist ab April. Sowohl die grünen Blattanteile als auch die Zwiebeln können geerntet und genutzt werden.
Folgekultur – Gurken
Die Gurken werden ab Mitte April im Topf vorgezogen. Ab Mai werden die Jungpflanzen nach der Ernte der Frühlingszwiebeln zu den Kürbissen ins Mistbeet gesetzt. Der Boden wird mit Kompost gemulcht. Die Pflanzen ranken auf der anderen Seite nach unten und nutzen den Platz im Mistbeet gut aus. Regelmäßiges Gießen ist besonders während der Fruchtbildung wichtig. Je nach Sorte beginnt die Ernte ab Juli und reicht bis in den September. Reife Früchte werden regelmäßig geerntet, damit kontinuierlich neue nachwachsen.
Mistbeet – Zone 3
Vorkultur – Chinakohl
Der Chinakohl wird ab Januar in der Garage in Quickpots vorgezogen. Ab Mitte Februar werden die Jungpflanzen ins Mistbeet gesetzt. Bis zu den wärmeren Nächten bleibt das Mistbeet geschlossen, um die empfindlichen Pflanzen vor Kälte zu schützen. Der Pflanzabstand beträgt etwa 30 cm. Der Boden wird mit Kompost gemulcht und gleichmäßig feucht gehalten, Staunässe wird vermieden. Die Kultur wird vor dem Sommer geerntet, da Chinakohl bei steigenden Temperaturen schnell zum Schossen neigt.
Folgekultur – Kürbis
Der Kürbis wird ab April im Topf vorgezogen, wobei zwei Pflanzen in der Regel ausreichend sind. Ab Mai werden die Jungpflanzen nach der Ernte des Chinakohls ins Mistbeet gesetzt. Der Pflanzabstand beträgt etwa 1 bis 1,5 Meter. Kürbisse sind sehr nährstoffhungrig, daher wird der Boden vor der Pflanzung gut mit reifem Kompost oder Mist versorgt und anschließend gemulcht. Um das Beet nicht zu überwuchern, werden die Pflanzen an den Rand gesetzt und die Ranken nach unten wachsen gelassen. Regelmäßiges Gießen ist besonders während der Fruchtbildung wichtig. Reife Früchte werden ab September geerntet, spätestens jedoch vor dem ersten Frost.
Kartoffeleimer
Die Kartoffeln der frühen Sorte Annabell kultiviere ich ab Mitte März direkt in Eimern oder Pflanzsäcken. Als Frühkartoffel ist sie besonders ertragreich und früh erntereif. Ich verwende dafür große Eimer oder Pflanzsäcke mit ausreichender Drainage am Boden. Pro Gefäß mit einem Fassungsvermögen von etwa 30 Litern pflanze ich drei bis vier Knollen.
Kartoffeln beginnen ab Bodentemperaturen von etwa 8–10 °C zu keimen, optimal sind 12–18 °C. Je nach Temperatur und Witterung zeigen sich die ersten Triebe nach etwa 14–21 Tagen. Als Substrat verwende ich lockere, humose und nährstoffreiche Erde, die ich mit Kompost oder organischem Dünger anreichere.
Nach der ersten Ernte ist bei mir eine zweite Kultur möglich. Dafür pflanze ich ab Mitte August erneut Kartoffeln der Sorte ›Annabell‹ in Eimern oder Pflanzsäcken. Auch hier achte ich auf eine gute Drainage, setze drei bis vier Knollen pro Gefäß und verwende lockere, humose Erde mit Kompost oder organischem Dünger. Durch die noch warmen Temperaturen keimen die Knollen meist schneller, oft schon nach etwa 10–14 Tagen.
Nach der letzten Tomatenernte stelle ich die Eimer ins Gewächshaus, wo sie bis in den Winter stehen bleiben. Die Kartoffeln ernte ich nach Bedarf nach und nach, solange die Pflanzen vital bleiben.
Gewächshaus – Zone 1
Vorkultur – Radischen und Spinat
Ab Februar, sobald die starken Fröste vorbei sind, säe ich Spinat und Radieschen direkt ins Gewächshaus. Radieschen keimen bereits bei Temperaturen ab etwa 5 °C, optimal sind 10–18 °C. Spinat ist noch kälteresistenter und keimt schon bei 2–5 °C, bevorzugt bei 10–15 °C.
Vor der Aussaat mulche ich den Boden mit Kompost und bereite ihn feinkrümelig vor. Die Samen säe ich in flache Reihen aus und drücke sie nur leicht an. Je nach Witterung keimen Radieschen nach etwa 5–10 Tagen, Spinat nach 7–14 Tagen. Geerntet werden kann – abhängig von Aussaatzeitpunkt und Wachstum – bis zu den Eisheiligen.
Besonders wichtig ist mir eine gleichmäßige Wasserversorgung, da Radieschen Trockenstress schlecht vertragen und sonst schnell scharf oder holzig werden. Jedes Jahr ist es aufs Neue eine große Freude, das erste Radieschen als erstes selbst geerntetes Gemüse direkt aus dem Beet in den Mund zu stecken. 🙂
Folgekultur – Tomaten
Tomaten ziehe ich am liebsten Anfang März im Haus vor. Die Samen setze ich direkt in größere Töpfe mit leicht nährstoffreicher Erde, damit die Pflanzen von Anfang an genügend Platz für ein kräftiges Wurzelwachstum haben. Die Töpfe stehen möglichst hell im Haus, idealerweise an einem Südfenster.
Tomaten haben eine Keimtemperatur von etwa 20–25 °C und keimen bei rund 24 °C nach ungefähr 5–10 Tagen. Sobald die Pflänzchen erscheinen, achte ich darauf, sie nicht zu warm und nicht zu dunkel zu halten, damit sie kompakt bleiben. Während des Heranwachsens stelle ich die jungen Pflanzen an milden Tagen immer wieder für ein paar Stunden nach draußen, um sie langsam abzuhärten. Kurz vor dem Auspflanzen dürfen sie bereits im Gewächshaus übernachten, damit sie sich an Temperatur und Lichtverhältnisse gewöhnen.
Ab den Eisheiligen, nach der Ernte von Spinat und Radieschen, pflanze ich die Tomaten ins Beet oder ins Gewächshaus. Dabei setze ich sie gern etwas tiefer, da sie entlang des Stängels zusätzliche Wurzeln bilden. In die Pflanzlöcher und rund um die Pflanzen arbeite ich reifen Kompost ein. Anschließend gieße ich kräftig an und warte danach mit dem nächsten Gießen, bis die Blätter leicht hängen – meist ist das erst nach etwa einer Woche der Fall.
Dieses Vorgehen fördert ein tiefes und kräftiges Wurzelwachstum, da die Pflanzen aktiv nach Wasser suchen. Während des weiteren Wachstums gieße ich bewusst zurückhaltend, je nach Wetter ein- bis zweimal pro Woche. Die Tomaten leite ich an Schnüren am Haupttrieb nach oben und entferne regelmäßig die Seitentriebe (Ausgeizen), um die Kraft der Pflanze auf Fruchtbildung und gesunden Wuchs zu lenken.
Weitere Folgekultur – Posteleit
Nach den Tomaten folgt bei mir Postelein (Winterportulak). Er eignet sich ideal als Nachkultur, da er anspruchslos ist und die abnehmende Tageslänge gut verträgt. Die Aussaat erfolgt nach der letzten Tomatenernte direkt in den Boden des Gewächshauses. Postelein keimt bereits bei niedrigen Temperaturen von etwa 5–10 °C und ist gut frosthart.
Nach der Tomatenernte lockere ich den Boden nur oberflächlich und bereite ihn mit etwas reifem Kompost vor. Die Samen säe ich breitwürfig oder in flachen Reihen aus, drücke sie leicht an und bedecke sie nicht oder nur ganz dünn mit Erde, da Postelein ein Lichtkeimer ist. Je nach Witterung keimen die Samen nach etwa 7–14 Tagen.
Wichtig ist mir eine gleichmäßige, aber zurückhaltende Wasserversorgung, da Postelein keine Staunässe verträgt. Geerntet wird laufend, indem ich die Rosetten knapp über dem Boden abschneide. Bei mildem Wetter wächst Postelein immer wieder nach und kann – besonders im Gewächshaus – den ganzen Winter über frisch geerntet werden.
Gewächshaus – Zone 2
Vorkultur – Chinakohl und Kohlrabi
Chinakohl und Kohlrabi ziehe ich bereits sehr früh ab Januar in Quickpots in der Garage vor. Beide Kulturen haben eine Keimtemperatur von etwa 15–20 °C und keimen unter guten Bedingungen nach 5–10 Tagen. Ab Februar, sobald die starken Fröste vorbei sind, ziehen die Jungpflanzen ins Gewächshaus um. Der Pflanzabstand beträgt beim Kohlrabi etwa 25 × 25 cm, beim Chinakohl rund 30 × 30 cm. Vor dem Pflanzen wird der Boden mit Kompost gemulcht und feinkrümelig vorbereitet.
Wichtig ist eine gleichmäßige Wasserversorgung, da Kohlrabi Trockenstress schlecht verträgt und sonst schnell scharf oder holzig wird. Chinakohl reagiert bei Stress ebenfalls empfindlich und beginnt dann leicht zu schießen.
Geerntet werden kann Kohlrabi je nach Sorte nach etwa 8–10 Wochen, Chinakohl nach rund 10–12 Wochen – rechtzeitig, bevor die Tomaten ins Gewächshaus einziehen.
Folgekultur – Tomaten
Tomaten ziehe ich am liebsten Anfang März im Haus vor. Die Samen setze ich direkt in größere Töpfe mit leicht nährstoffreicher Erde, damit die Pflanzen von Anfang an genügend Platz für ein kräftiges Wurzelwachstum haben. Die Töpfe stehen möglichst hell im Haus, idealerweise an einem Südfenster.
Tomaten haben eine Keimtemperatur von etwa 20–25 °C und keimen bei rund 24 °C nach ungefähr 5–10 Tagen. Sobald die Pflänzchen erscheinen, achte ich darauf, sie nicht zu warm und nicht zu dunkel zu halten, damit sie kompakt bleiben. Während des Heranwachsens stelle ich die jungen Pflanzen an milden Tagen immer wieder für ein paar Stunden nach draußen, um sie langsam abzuhärten. Kurz vor dem Auspflanzen dürfen sie bereits im Gewächshaus übernachten, damit sie sich an Temperatur und Lichtverhältnisse gewöhnen.
Ab den Eisheiligen, nach der Ernte von Spinat und Radieschen, pflanze ich die Tomaten ins Beet oder ins Gewächshaus. Dabei setze ich sie gern etwas tiefer, da sie entlang des Stängels zusätzliche Wurzeln bilden. In die Pflanzlöcher und rund um die Pflanzen arbeite ich reifen Kompost ein. Anschließend gieße ich kräftig an und warte danach mit dem nächsten Gießen, bis die Blätter leicht hängen – meist ist das erst nach etwa einer Woche der Fall.
Dieses Vorgehen fördert ein tiefes und kräftiges Wurzelwachstum, da die Pflanzen aktiv nach Wasser suchen. Während des weiteren Wachstums gieße ich bewusst zurückhaltend, je nach Wetter ein- bis zweimal pro Woche. Die Tomaten leite ich an Schnüren am Haupttrieb nach oben und entferne regelmäßig die Seitentriebe (Ausgeizen), um die Kraft der Pflanze auf Fruchtbildung und gesunden Wuchs zu lenken.
Weitere Folgekultur – Feldsalat
Nach den Tomaten säe ich als Folgekultur Feldsalat. Er ist robust, genügsam und ideal für die späte Jahreszeit, da er mit wenig Licht und niedrigen Temperaturen gut zurechtkommt. Die Aussaat erfolgt nach der letzten Tomatenernte direkt ins Gewächshaus. Feldsalat keimt bereits bei Temperaturen ab etwa 5 °C, optimal sind 10–15 °C, und ist gut frosthart.
Nach der Tomatenernte lockere ich den Boden nur oberflächlich und arbeite etwas reifen Kompost ein. Die Samen säe ich in flache Reihen aus, bedecke sie leicht mit Erde und drücke sie vorsichtig an. Je nach Witterung keimt Feldsalat nach etwa 10–20 Tagen.
Wichtig ist mir eine gleichmäßige Wasserversorgung, besonders in der Keimphase. Staunässe vermeide ich, da sie schnell zu Fäulnis führen kann. Geerntet wird Feldsalat, sobald sich kräftige Rosetten gebildet haben, entweder blattweise oder durch Schneiden ganzer Pflanzen. Im Gewächshaus kann ich Feldsalat über den Winter hinweg ernten und habe so auch in der kalten Jahreszeit frisches Grün aus eigener Ernte.
