Unsere Familie liebt Rote-Bete-Pasta. Ehrlich gesagt hätte ich das nie erwartet, doch mittlerweile hat sie bei uns allen anderen Pastagerichten den Rang abgelaufen. Bei mir trägt sie liebevoll den Namen „Lilifee-Pasta“, denn die Soße schimmert in einem wunderschönen Rosa-Orange. Mit 19 Jahren lässt sich meine Tochter von der Farbe zwar nicht mehr beeindrucken, doch der Geschmack begeistert nach wie vor auf ganzer Linie.

Das Beste an diesem Gericht: Es ist unglaublich einfach zuzubereiten und bietet die perfekte Gelegenheit, eines meiner absoluten Lieblingsgemüse zu verwenden – die Rote Bete. Sie hat leider noch immer mit ihrem etwas angestaubten Ruf zu kämpfen. Dabei zeigt sie in dieser Pasta, was wirklich in ihr steckt. Gemeinsam mit dem im Ofen gerösteten Feta entsteht eine wunderbar cremige Soße mit einer feinen Süße und einer angenehmen Würze. Das Ergebnis ist ein überraschend harmonisches Pastagericht, das selbst Skeptiker überzeugen kann.
Rote Bete im Garten – unkomplizierter geht es kaum
Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, ausreichend Rote Bete im eigenen Garten anzubauen. Und ich kann nur sagen: Ihr solltet es mir gleichtun. Rote Bete gehört zu den unkompliziertesten Gemüsesorten überhaupt. Hat sie erst einmal Fuß gefasst, wächst sie zuverlässig vor sich hin und scheint kaum aufzuhalten zu sein.

Das Schöne dabei: Anders als manche Möhren wird sie mit zunehmender Größe nicht holzig. Im Gegenteil – die Knollen bleiben saftig und entwickeln sogar noch mehr Aroma. Zudem kann man sie problemlos bis weit in den Winter hinein im Beet stehen lassen. Ich nutze freie Stellen im Garten das ganze Jahr über und säe immer wieder neue Reihen nach. Selbst jetzt im August lohnt sich die Aussaat noch. Die Knollen bleiben dann zwar etwas kleiner, liefern aber dennoch eine schöne Ernte.
Warum Rote Bete so gesund ist
Neben ihrem hervorragenden Geschmack punktet die Rote Bete auch mit zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen. Sie enthält wertvolle Vitamine und Mineralstoffe wie Folsäure, Kalium, Eisen und Vitamin C. Besonders bemerkenswert ist ihr Gehalt an natürlichen Nitraten, die im Körper zu Stickstoffmonoxid umgewandelt werden. Dieses kann die Durchblutung unterstützen und trägt dazu bei, Blutgefäße geschmeidig zu halten. Deshalb wird Rote Bete auch von vielen Sportlern geschätzt.
Darüber hinaus liefert sie eine Vielzahl antioxidativer Pflanzenstoffe, darunter die charakteristischen Betalaine, die für ihre intensive Farbe verantwortlich sind. Diese sekundären Pflanzenstoffe helfen dabei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Dank ihres Ballaststoffgehalts unterstützt Rote Bete außerdem eine gesunde Verdauung und sorgt für eine langanhaltende Sättigung. Kurz gesagt: Sie ist nicht nur ein optischer Hingucker auf dem Teller, sondern auch eine echte Bereicherung für eine ausgewogene Ernährung.
Cremig, aromatisch und überraschend einfach
Und falls ihr bislang noch keinen Zugang zu Roter Bete gefunden habt, könnte diese cremige Ofen-Feta-Pasta genau das Rezept sein, das eure Meinung ändert.

Sven`s Rote-Bete-Feta-Pasta
Kochutensilien
- 1 Auflaufform
- 1 Schneidebrett und Messer
- 1 Großer Topf für die Pasta
- 1 großer Teller
- 1 Hochleistungsmixer oder Stabmixer
- 1 Sieb
Zutaten
- 4 mittelgroße Rote Bete ca. 600–800 g
- 200 Gramm Feta
- 3 EL Olivenöl plus etwas mehr zum Servieren
- 2 Knoblauchzehen
- 2–3 Zweige frische Kräuter z. B. Rosmarin, Thymian, Basilikum oder Petersilie
- Salz
- Pfeffer
- 500 Gramm Pasta nach Wahl
- 150–200 ml Pastawasser
- 75 Gramm frisch geriebener Parmesan zum Servieren
Anleitungen
- Gemüse vorbereiten: Ich heize den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vor. Die Rote Bete schäle ich bei Bedarf und schneide sie in Viertel. Anschließend gebe ich die Stücke in eine Auflaufform, beträufle sie mit Olivenöl und würze sie mit Salz und Pfeffer. Danach vermenge ich alles gründlich mit den Händen, sodass die Rote Bete rundherum mariniert ist.
- Feta und Kräuter hinzufügen: Nun lege ich den Feta mittig zwischen die Rote Bete. Die Kräuter verteile ich darüber. Die Knoblauchzehe drücke ich mit der Hand oder der flachen Seite eines Messers leicht an, entferne die Schale und gebe sie ebenfalls in die Form.
- Im Ofen rösten: Die Auflaufform kommt für etwa 40 bis 45 Minuten in den Ofen. Die Rote Bete sollte anschließend weich sein und sich leicht mit einer Gabel einstechen lassen.
- Pasta kochen: Etwa 15 Minuten bevor die Rote Bete fertig ist, setze ich einen großen Topf mit Salzwasser auf und koche die Pasta nach Packungsanweisung al dente. Vor dem Abgießen schöpfe ich etwas Pastawasser ab und stelle es beiseite.
- Die Soße mixen: Sobald die Rote Bete weich ist, gebe ich den Inhalt der Auflaufform in einen Hochleistungsmixer. Alternativ funktioniert auch ein Stabmixer. Nun püriere ich alles zu einer feinen, rosa Creme. Anschließend füge ich nach und nach etwas Pastawasser hinzu, bis die Soße eine wunderbar sämige, cremige Konsistenz erreicht. Jetzt schmecke ich die Soße noch einmal mit Salz, Pfeffer und einem Schuss Olivenöl ab.
- Alles zusammenbringen: Die abgegossene Pasta gebe ich zurück in den Topf und vermenge sie sofort mit der warmen Soße, sodass jede Nudel gleichmäßig überzogen wird.
- Servieren: Ich richte die Pasta auf einen großen Teller an, bestreue sie mit frisch geriebenem Parmesan und beträufle sie mit etwas gutem Olivenöl. Dann heißt es nur noch: genießen!