Sein intensiver Geruch mag nicht jedermanns Sache sein – vielleicht verdanken wir ihm sogar die alten Legenden über das Vertreiben von Vampiren. Doch für mich gehört Knoblauch, neben Tomaten, zu den absoluten Lieblingen im Garten. Kaum ein Gemüse ist so unkompliziert im Anbau wie dieses elegante, schlanke Gewächs. Zudem ist Knoblauch ein echter Allrounder, sowohl für unsere Gesundheit als auch für den Garten.
Knoblauch wirkt nicht nur entzündungshemmend und stärkt das Immunsystem, sondern unterstützt auch seine Nachbarn im Beet. Seine Wurzeln geben Stoffe ab, die das Wachstum der benachbarten Pflanzen fördern. Zudem vertreibt sein intensiver Duft auf natürliche Weise Schädlinge – ein idealer Begleiter also für den ökologischen Gartenbau. Gern stecke ich eine Zehe unter jeden Obstbaum, denn der Geruch scheint Blattläuse fernzuhalten.
Der ideale Zeitpunkt zum Pflanzen
Der Oktober ist der perfekte Monat, um Knoblauch zu stecken. Bis spätestens Ende Oktober sollte er gesät werden, damit er noch vor dem Winter Wurzeln schlagen kann. Knoblauch kann man auch ganz einfach in Töpfen für den Balkon anbauen. Sobald die Tage kühler werden, sprießt er aus der Erde, um dann mit dem ersten Frost in eine Art Winterschlaf zu fallen. Ab dem Frühjahr nimmt er richtig Fahrt auf, und mit etwas Geduld, einem guten Boden und kalibetontem Dünger wie Brennnesseljauche oder flüssigem Hühnermist, kannst du im Juli dicke, aromatische Knollen ernten.
Knoblauch pflanzen – Einfacher als du denkst
Du brauchst nicht online nach speziellem Pflanzknoblauch zu suchen. Ich schaue einfach auf den Wochenmärkten und Supermärkten nach schönen Knollen oder einzelnen Zehen und sammle sie das Jahr über. Wichtig ist, dass sie aus einem biologischen Anbau stammen. Am besten wählst du große, kräftige Knollen, denn je größer die Zehe, desto üppiger die Pflanze – ganz anders als bei Steckzwiebeln.

Du brauchst nicht online nach speziellem Pflanzknoblauch zu suchen. Ich schaue einfach auf den Wochenmärkten und Supermärkten nach schönen Knollen oder einzelnen Zehen und sammle sie das Jahr über. Wichtig ist, dass sie aus einem biologischen Anbau stammen.
Am besten wählst du große, kräftige Knollen, denn je größer die Zehe, desto üppiger die Pflanze – ganz anders als bei Steckzwiebeln.
Beetvorbereitung und Standortwahl
Knoblauch gedeiht am besten in lockerem, gut durchlässigem Boden. Vor dem Pflanzen lockere den Boden gründlich auf und arbeite etwas Kompost oder organischen Dünger ein, um die Erde nährstoffreich zu machen. Wähle einen sonnigen Standort, denn Knoblauch liebt Licht und Wärme. Die Pflanztiefe sollte so sein, dass die Zehen nicht mehr zu sehen sind. Etwas tiefer zu pflanzen, macht sie stabiler und schützt sie davor, von Vögeln wie Amseln herausgeholt zu werden. Achte darauf, die Zehen mit der Spitze nach oben etwa 3-5 cm tief in die Erde zu stecken, mit einem Abstand von ca. 15 cm zwischen den Pflanzen und 25 cm pro Reihe.
Wichtig: Knoblauch sollte nicht an der gleichen Stelle gepflanzt werden, an der er in den letzten 3 Jahren wuchs, um Krankheiten vorzubeugen und den Boden nicht zu erschöpfen.

Ich setze den Knoblauch gern etwas dichter – dadurch bleibt der Boden feuchter, und die Pflanzen stützen sich gegenseitig. Das funktioniert besonders gut an den Rändern von Beeten oder entlang des Gewächshauses, wo der Platz oft ungenutzt bleibt.
Ein Freund der Tomate, aber nicht von allem…
Knoblauch versteht sich bestens mit vielen Pflanzen, besonders gut mit Tomaten. Die beiden sind ein unschlagbares Duo, das sich gegenseitig vor Schädlingen schützt und das Wachstum fördert. Doch Knoblauch sollte nicht in der Nähe von Erbsen und Bohnen gepflanzt werden – die mögen seinen intensiven Duft nicht besonders.
Ernte und Lagerung

Knoblauch wird geerntet, wenn die Erde trocken ist – am besten an einem sonnigen Tag. Nach der Ernte wird der Knoblauch gewaschen und in der Sonne getrocknet. Die Lagerung ist ebenfalls einfach: Du kannst die Knollen zusammenbinden und an einem trockenen Ort aufhängen – so halten sie sich bis zu einem Jahr.
Vergiss nicht…
Knoblauch ist pflegeleicht, aber eine gute Bewässerung, vor allem in trockenen Perioden, ist wichtig. Auch eine Schicht Mulch hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Im Frühjahr ab März ist eine Düngung notwendig, idealerweise mit Brennnesseljauche organischen Flüssigdünger oder flüssigem Hühner- oder Pferdemist, um den Pflanzen den nötigen Nährstoffschub zu geben. Zwei Wochen später kannst du den Dünger noch einmal wiederholen, um das Wachstum weiter zu fördern.
Achte darauf, dass die Pflanzen nicht überwässert werden, denn Staunässe verträgt Knoblauch nicht gut.