Sven`s Spinat-Protein-Pasta mit Kichererbsen – Grüne Power auf dem Teller

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Schon gewußt?
In Japan wird Seidentofu oft pur zum Frühstück gegessen – mit Sojasoße, Frühlingszwiebel und etwas Ingwer. Herzhaft, simpel und voller Zen.

Ich bin ja immer ganz wild darauf, wenn mir beim Laufen oder Fahrradfahren eine Idee zufliegt – so ein leiser Impuls, der sich dann irgendwo zwischen Herz und Bauch festsetzt. Und genau so ist auch diese grüne Pasta-Soße entstanden. Irgendwie war sie plötzlich da, als ich meine letzte Runde durch den Wald gedreht habe. Und wie das oft so ist mit solchen Geistesblitzen: Sie lassen einen nicht mehr los.

Wie ihr wisst, wuchert der Spinat in meinem Gewächshaus derzeit in rauen Mengen. Eine schöne grüne Pracht, aber er steht quasi schon in den Startlöchern, um in Blüte zu gehen – was man „schießen“ nennt. Dann ist es vorbei mit dem zarten Aroma. Also: Jetzt oder nie. Ich greife also beherzt zur Schere und ernte, was das Beet hergibt – bevor sich der Spinat in ein botanisches Feuerwerk verwandelt.

Mit dieser Soße habe ich endlich eine wunderbare Möglichkeit gefunden, große Mengen Spinat zu verarbeiten – und das auch noch in einer besonders proteinreichen Variante. Die Basis bildet Seidentofu, der die Soße schön cremig macht. Hefeflocken sorgen für diesen leicht käsigen Umami-Geschmack, den viele aus der veganen Küche lieben – ohne dass ein Tier dafür auch nur ein Haar lassen musste.

Seidentofu – die samtige Basis

Falls ihr Seidentofu noch nicht kennt: Er ist ein besonders weicher, zarter Tofu, der eher an Pudding erinnert als an das schnittfeste Pendant, das man vielleicht aus der Pfanne kennt. Seidentofu eignet sich perfekt für cremige Soßen, Dips oder Desserts – und hat dabei ordentlich was auf dem Protein-Konto. Ich kaufe ihn meist im Asialaden oder Bioladen meines Vertrauens.

Und wie ihr wisst: Wenn ich einmal ein Glas Kichererbsen offen habe, kommt es auch zum Einsatz. Ich baue sie inflationär in fast jedes Essen ein – und das völlig zu Recht, wie ich finde. Denn sie bringen nicht nur extra Eiweiß, sondern auch eine angenehme Sättigung und ein bisschen Biss in die cremige Soße.

Schnell gemacht – und voller Energie

Was ich an dieser Soße besonders liebe: Sie ist in wenigen Minuten fertig. Spinat kurz blanchieren oder einfach direkt mit in den Mixer geben, Seidentofu, Hefeflocken, etwas Zitronensaft, Gewürze – und fertig ist eine grüne, cremige, frische Soße, die nach Frühling schmeckt. Als Topping empfehle ich euch ein paar Hanfsamen (Protein, Baby!) und wer’s gerne etwas schärfer mag: eine Prise Chiliflocken.

Und was dazu?

Bei den Nudeln seid ihr frei. Ich mag Linsennudeln wegen ihres hohen Eiweißgehalts, aber auch ganz klassische Spaghetti passen wunderbar. Auch Vollkornpasta oder Dinkel-Nudeln machen sich super. Hauptsache, es bleibt ein kleiner Biss und die Soße kann sich schön anlegen.

Probiert’s unbedingt mal aus – ich bin gespannt, wie euch diese spontane Idee schmeckt. Vielleicht flattert sie euch ja auch beim nächsten Spaziergang durchs Gehirn und auf den Teller.

Sven`s Grüne Protein-Pastasauce mit Kichererbsen

Ein Teller voller Lebendigkeit – cremig, grün und wohltuend. Diese Sauce verbindet das milde Aroma von Seidentofu mit der Kraft der Hülsenfrüchte, eingebettet in frischen Spinat. Schnell zubereitet, aber voller Substanz – ideal für Tage, an denen Körper und Seele nach Nährstoffen rufen.
Servings 4 Portionen
Zubereitungszeit 20 Minuten

Kochutensilien

  • 1 Messer
  • 1 Schneidebrett
  • 1 Rührlöffel
  • 1 Hochleistungsmixer
  • 1 Pfanne
  • 1 Topf für die Pasta

Zutaten

  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Olivenöl
  • 300 Gramm frischer Spinat
  • 120 ml Pastawasser vom Kochen der Nudeln
  • 1/2 TL Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • 100 Gramm vorgekochte Kichererbsen oder aus dem Glas, gut abgespült
  • 250 Gramm Seidentofu
  • 2 EL Hefeflocken oder frisch geriebener Parmesan
  • 2 EL Hanfsamen
  • Pasta nach Wahl – 400–500 g z. B. Vollkorn, Dinkel oder Linsennudeln

Anleitungen

  • Nudeln kochen: Die Pasta in reichlich Salzwasser al dente garen. Gegen Ende der Kochzeit 120 ml vom Pastawasser abnehmen – dieses Wasser wird später die Sauce verbinden.
  • Basis anrösten: Während die Pasta kocht, Zwiebel schälen und grob würfeln. In einer Pfanne mit Olivenöl bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Sie darf ruhig leicht karamellisieren – das bringt Tiefe. Den gewaschenen Spinat in die Pfanne geben und bei sanfter Hitze zusammenfallen lassen. Anschließend das aufgefangene Pastawasser sowie eine Prise Salz und frisch gemahlenen Pfeffer einrühren.
  • Cremige Fusion: Den Pfanneninhalt in den Mixer geben, Seidentofu und Hefeflocken dazugeben und alles zu einer cremig-grünen Soße pürieren. Anschließend zurück in die Pfanne gießen, die Kichererbsen unterrühren und kurz aufkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken.
  • Vermählen & Servieren: Die Pasta abgießen, mit der Sauce vermengen, die Kichererbsen unterheben und noch einmal behutsam erwärmen. Auf Tellern anrichten, mit frischem Spinat oder Kräutern garnieren und mit ein paar Hanfsamen sowie Chiliflocken bestreuen – fertig ist eure grüne Proteinbombe!
Gericht: Hauptgericht
Küche: Gesund
Keyword: Hanfsamen, Hefeflocken, Kichererbsen, Pasta, Seidentofu, Spinat

Grüne Spinat-Gnocchi mit Wildkräutern & gerösteten Kichererbsen

Ein Teller wie ein Frühlingsspaziergang: nahrhaft, grün, lebendig.
Servings 3 Personen
Vorbereitungszeit 50 Minuten
Zubereitungszeit 35 Minuten

Kochutensilien

  • 1 Kartoffelstampfer oder Presse
  • 1 Pfanne
  • 1 Gabel (zum Rillen der Gnocchi)
  • 1 Schaumkelle
  • 1 Messer
  • 1 Schneidebrett
  • 1 Löffel
  • 1 Große Schüssel für den Teig
  • 1 Kochtopf zum Garen der Gnocchi
  • 1 Pfanne für das Kichererbsen-Topping

Zutaten

Für die Gnocchi

  • 300  Gramm Kartoffeln
  • 100  Gramm frischer Spinat
  • 50 Gramm Brennnessel oder Giersch
  • 100  Gramm Mehl z. B. Emmer, Dinkel oder Weizen
  • 1  EL Olivenöl
  • Salz frisch geriebene Muskatnuss

Für das Topping

  • 1 Dose Kichererbsen abgetropft, gut abgetupft
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 Prise Chili oder geräuchertes Paprikapulver
  • Salz & Pfeffer
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Handvoll Wildkräuter Giersch, Brennnessel, Löwenzahn, Gundermann…
  • Öl zum Anbraten
  • Optional: etwas Zitronenschale oder ein Klecks Cashew-Crème zum Servieren

Anleitungen

  • Kartoffelbasis vorbereiten: Kartoffeln mit Schale kochen, ausdampfen lassen, pellen und noch warm fein stampfen oder durch eine Presse drücken. Dann gut auskühlen lassen.
  • Spinat oder Wildgrün verarbeiten: Frischen Spinat oder Wildkräuter (z. B. Giersch, Brennnessel, Löwenzahn) gründlich waschen und fein hacken.
  • Gnocchiteig kneten: Stampfkartoffeln, Spinatpüree, Mehl, Olivenöl, Spinat und Wildkräuter und eine gute Prise Salz und frisch geriebene Muskatnuss vermengen. Nur so lange kneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht – er sollte weich sein, aber nicht kleben.
  • Gnocchi formen: Teig in Portionen teilen, zu langen Rollen formen, in kleine Stücke schneiden und mit einer Gabel sanft Rillen eindrücken. Gnocchi vor dem Kochen kurz ruhen lassen.
  • Gnocchi garen: In leicht siedendem Salzwasser garen, bis sie an die Oberfläche steigen. Mit einer Schaumkelle herausheben und gut abtropfen lassen.
  • Kichererbsen-Topping zubereiten: Gekochte oder gut abgetropfte Kichererbsen in Olivenöl mit Paprikapulver, Chili, Salz und Pfeffer knusprig anbraten. Zwiebel und Knoblauch fein hacken, mit frischen Kräutern dazugeben und kurz mitrösten.
Gericht: Hauptgericht
Küche: Gesund
Keyword: Dinkelmehl, Kichererbsen, Knoblauch, Olivenöl, Paprikapulver, Salz, Spinat, Wildkräuter, Zwiebel

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