Sven`s Rhabarber Fizz – ein prickelndes Kultgetränk mit Charakter

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Schon gewußt?
Wusstest du, dass Rhabarber botanisch gesehen kein Obst, sondern ein Gemüse ist – und trotzdem zuckersüß in Kuchen landet? 🍰🌱

Ich bin ja großer Fan von fermentierten Getränken. Es ist für mich die einfachste, natürlichste und lebendigste Art, dem Körper gute Nährstoffe zu schenken. Sie geben Energie, stärken den Darm, bringen das Immunsystem auf Trab – und schmecken dabei auch noch unfassbar gut.

Seit Jahren steht bei uns täglich eine Flasche Ingwerbier auf dem Tisch. Ein kleines Familienritual, das nicht nur belebt, sondern auch verbindet. Doch neulich, als ich über den Markt schlenderte und bei Manu diesen frischen, knallroten Rhabarber sah, hat’s bei mir geklickt: Warum eigentlich nicht auch mit Rhabarber?

Seit Jahren steht bei uns täglich eine Flasche Ingwerbier auf dem Tisch. Ein kleines Familienritual, das nicht nur belebt, sondern auch verbindet. Doch neulich, als ich über den Markt schlenderte und bei Manu diesen frischen, knallroten Rhabarber sah, hat’s bei mir geklickt: Warum eigentlich nicht auch mit Rhabarber? Er ist säuerlich, aromatisch, steckt voller Energie – und hatte irgendwie schon immer das Zeug zum fermentierten Star.

Eine Idee wird prickelnd

Rhabarber hat ja an sich schon diesen säuerlich-frischen Charakter, der sofort im Mund tanzt. Und wenn man genau hinhört, scheint er schon zu rufen: „Fermentier mich!“ Also habe ich’s einfach ausprobiert – ganz genauso wie mein bewährtes Ingwerbier: Rhabarber gekocht, abgekühlt, mit dem Starter geimpft. Abgefüllt. Gewartet.

Und dann… BOOM! Der erste Schluck war wie ein kleiner Feuerwerkstanz auf der Zunge.
So unglaublich erfrischend, so lebendig, so spritzig – fast noch pritzeliger als mein Ingwerbier. Eine leichte Säure, ein Hauch von Frucht, dazu dieses unverkennbare Rhabarber-Aroma. Ich sage es euch: Das hier hat Kultpotenzial. Deshalb möchte ich heute mein Rezept mit euch teilen.

Warum Rhabarber unterschätzt wird – und was er alles kann

Rhabarber ist mehr als nur Kompott. Er ist gesund, kalorienarm, reich an Antioxidantien und hat viele verdauungsfördernde Eigenschaften. Besonders die enthaltene Apfel- und Zitronensäure helfen dem Körper, basischer zu werden. Auch der hohe Kaliumgehalt wirkt entwässernd und unterstützt Niere und Blase.

Was viele nicht wissen: Rhabarber enthält auch viele Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die antioxidativ wirken und Entzündungen hemmen können. In fermentierter Form wird er noch bekömmlicher und bringt das Mikrobiom so richtig in Schwung.

Rhabarber im Garten – ein treuer Freund

Rhabarber ist mehrjährig und pflegeleicht. Einmal gesetzt, begleitet er dich Jahr für Jahr – eine echte Gartenfreundschaft. Er liebt halbschattige Plätze mit nährstoffreichem, feuchtem Boden. Im Herbst ein bisschen Kompost obendrauf, im Frühling sprießen schon bald die ersten dicken Stangen. Wichtig: Rhabarber sollte nach dem Johannistag (24. Juni) nicht mehr geerntet werden – danach steigt der Oxalsäuregehalt.

Wer keinen Garten hat: Auf Wochenmärkten, in Biokisten oder direkt beim Bauern bekommt ihr oft besonders frischen Rhabarber in den Sorten Holsteiner Blut, Goliath oder The Sutton.

Was man sonst noch mit Rhabarber machen kann

Natürlich ist Rhabarber viel mehr als nur „sauer“. Ein paar Lieblingsideen:

  • Klassisches Kompott mit Vanille und Orangenschale
  • Rhabarber-Ketchup – perfekt zu Gegrilltem!
  • Rhabarber-Chutney mit Zwiebeln, Senfkörnern und Ingwer
  • Rhabarber-Streuselkuchen – einfach unschlagbar
  • Rhabarber-Sirup für Limonade, Cocktails oder über Eis
  • Rhabarber-Erdbeer-Ferment – für extra viele Darmbakterien und Geschmacksexplosion

Und ganz neu in meiner Liste: Rhabarber Fizz.

Ich werde dieses Jahr definitiv noch mehr Früchte ausprobieren. Wer weiß, was als Nächstes kommt – vielleicht Holunder-Fizz, Birnen-Brause oder eine fermentierte Beeren-Schorle? Wenn du meinen Starter noch nicht ausprobiert hast – schau mal auf dem Blog unter „Ingwerbier“. Damit kannst du loslegen. Denn ehrlich: Die Welt braucht mehr lebendige Getränke. Und vielleicht ja auch ein kleines bisschen Kultstatus in der Flasche.

Sven`s Rhabarber Fizz

Spritzig, probiotisch und einfach selbst gemacht – der Rhabarber Fizz ist das fermentierte Sommergetränk mit Kultpotenzial.
Servings 5 Flaschen
Zubereitungszeit 30 Minuten
6 Tage

Kochutensilien

  • 1 großen Kochtopf
  • 1 Herd
  • 1 Glasbehälter min. 7 Liter
  • 1 Löffel

Zutaten

  • 500 Gramm frischer Rhabarber
  • 5 Liter Wasser 2,5 l kochend + 2,5 l kalt
  • 500 Gramm Rohrohrzucker
  • 100 ml Ingwerbier-Starter siehe Anleitung auf meinem Blog unter Ingwerbier
  • 1 Handvoll Minze
  • Saft einer Zitrone optional
  • 1 kleiner Zweig Rosmarin optional, für eine würzige Note

Anleitungen

Tag 1 – Der Sud

  • Rhabarber vorbereiten: Den Rhabarber waschen und in kleine Stücke schneiden. Die Schale kann dranbleiben – sie bringt Farbe und Aroma.
  • Wasser erhitzen: In einem großen Topf 2,5 Liter Wasser zum Kochen bringen.
  • Rhabarber kochen: Den Rhabarber in das kochende Wasser geben und ca. 15 Minuten leicht köcheln lassen.
  • Zucker einrühren: Den Topf vom Herd nehmen und den Zucker einrühren, bis er sich vollständig aufgelöst hat.
  • Kalt auffüllen: Nun 2,5 Liter kaltes Wasser hinzufügen, damit die Mischung abkühlt.
  • Ruhezeit: Den Topf über Nacht (mindestens 8–12 Stunden) abgedeckt bei Raumtemperatur stehen lassen, damit alles auf Zimmertemperatur kommt.

Tag 2 – Fermentation starten

  • In Gärgefäß umfüllen: Am nächsten Morgen die gesamte Flüssigkeit (inkl. Rhabarberstücken) in ein großes Gärgefäß füllen. Dieses sollte mindestens 7 Liter fassen – der Fermentationsprozess braucht etwas Platz.
  • Veredeln: Den Saft der Zitrone auspressen und zum Getränk geben. Frische Minzblätter (und optional Rosmarin) hinzufügen.
  • Impfen mit Starter: Nun 100 ml vom vorbereiteten Ingwerbier-Starter einrühren. Das ist die Magie, die das Leben hineinbringt.
  • Abdecken und fermentieren lassen: Das Gärgefäß verschließen oder mit einem sauberen Tuch und Gummiband abdecken. An einem warmen Ort (20–25 °C) für 3 Tage stehen lassen. Es bildet sich oben ein leichter Schaum – das ist ein gutes Zeichen, dass die Fermentation arbeitet.

Tag 4 – Abfüllen und Zweitfermentation

  • Filtern: Nach drei Tagen die Flüssigkeit durch ein feines Sieb oder Tuch abgießen.
  • In Flaschen füllen: In saubere Bügelflaschen füllen, dabei etwas Kopfraum lassen.
  • Zweitfermentation: Die Flaschen für weitere 2 Tage an einem warmen Ort stehen lassen. Jetzt entsteht die Kohlensäure!

Ab Tag 6 – Genießen!

  • Kühl stellen: Die Flaschen in den Kühlschrank stellen. Dort hält sich dein Rhabarber Fizz gut gekühlt mindestens 1–2 Wochen – wobei er bei uns nie so lange überlebt.
  • Servieren: Eiskalt genießen – pur oder mit etwas Mineralwasser verlängert. Und wenn du magst: Ein Blättchen Minze oder ein Spritzer Limette obendrauf. Cheers!
Gericht: Getränke
Küche: Probiotisch
Keyword: Minze, Rhabarber, Starter, Wasser

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